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Vorplanung

In der Planungsstufe "Vorplanung" wird entschieden, welche Trassen- oder Standortvarianten eines Straßenbauvorhabens weiter verfolgt werden. 

In dieser Planungsstufe werden die verkehrlichen, wirtschaftlichen und raumstrukturellen Aspekte von Linienvarianten und - im Sinne einer integrierten Planung - deren Auswirkung auf die Umwelt ermittelt und zu beurteilt. Die Untersuchung stellt bei raumbedeutsamen Planungen die Verfahrensgrundlage eines Raumordnungsverfahrens dar. Wenn erforderlich, wird das verwaltungsinterne Verfahren der Linienbestimmung nach § 16 FStrG angeschlossen.

Mit dieser Stufe wird das Ziel verfolgt, Konflikte zu vermeiden, die eine Zulassung der gewählten Linie in Frage stellen würden. Deshalb werden die rechtlich vorgeschriebene Prüfung der Umweltverträglichkeit und weitere Prüfungen zum Arten- und Gebietsschutz durchgeführt. Die verschiedenen Themenbereiche werden im Zuge der Vorplanung im Allgemeinen geprüft. Detaillierte Betrachtungen wie z. B. einzelbetriebliche Belange der Landwirtschaft werden erst in den nachfolgenden Planungsstufen behandelt.

In der Stufe der Vorplanung werden die grundsätzlichen Entwurfs- und Betriebsmerkmale ausgewählt, um damit die Trassenvarianten nach Lage und Höhe zu entwickeln. Die Anzahl der Knotenpunkte sowie deren Lage und Art sind zu ermitteln. Gleiches gilt für die Ingenieurbauwerke mit ihren grundsätzlichen Abmessungen.

Die Varianten sollen hinsichtlich der erreichbaren Verkehrsqualität, der Verkehrssicherheit und der Wirtschaftlichkeit anhand der einschlägigen Verfahren gemäß technischem Regelwerk beurteilt werden. Die Kosten der Varianten sind nach vorgegebenen Strukturen zu ermitteln.

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