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Ab welcher Lärmbelastung hat man beim Neu- oder Ausbau von Straßenbaumaßnahmen Anspruch auf Lärmschutz?

Die Berechnungs- und Beurteilungsgrundlagen für die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen an den Lärmschutz sind in den Getzeswerken bzw. in darin genannten DIN-Normen bzw. Richtlinien geregelt. Im Bereich Straßenverkehrslärm sind dies:

  • Verkehrslärmschutzverordnung: 16. Bundes-Immissionsschutzgesetz (16. BImSchV)
  • Richtlinien für den Verkehrslärmschutz an Bundesfernstraßen 
      in der Baulast des Bundes (VLärmSchR 97)
  • Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen (RSL-90)

Die 16. BImSchV gilt für den Bau oder die wesentliche Änderung von öffentlichen Straßen. Eine Änderung ist wesentlich, wenn eine Straße um einen oder mehrere durchgehende Fahrstreifen für den Kraftfahrzeugverkehr erweitert wird oder wenn durch einen erheblichen baulichen Eingriff der Beurteilungspegel des von dem zu ändernden Verkehrsweg ausgehenden Verkehrslärm um mindestens 3 dB(A) oder auf mindestens 70 dB(A) am Tage oder mindestens 60 dB(A) (gesundheitsgefährdende Schwellenwerte) in der Nacht erhöht wird.

Eine Ändeung ist auch wesentlich, wenn der bereits von dem zu ändernden Verkehrsweg ausgehende Verkehrslärm von mindestens 70 dB(A) am Tag bzw. 60 dB(A) in der Nacht durch einen erheblichen baulichen Eingriff erhöht wird. Die Berechnung der Beurteilungspegel erfolgt nach RLS-90.

Die 16. BImSchV setzt zum Schutz der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Verkehrsgeräusche Immissionsgrenzwerte fest (Lärmvorsorge). Bei deren Überschreitung besteht ein Anspruch auf Lärmschutzmaßnahmen.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Grenzwerte der 16. BImSchV:

  

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