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Ab welchen Immissionen spricht man von einer gesundheitsgefährdenden Lärmbelastung?

Aus der Sicht der Lärmwirkungsforschung sollten dauerhafte Lärmpegel von 65 dB(A) tags und 55 dB(A) nachts vermieden werden, um Gesundheitsgefährdungen durch Lärm zu vermeiden.

Diese Werte gelten auch als Auslösewerte für Städte und Gemeinden, um gegen Verkehrslärm im Rahmen der sogenannten Lärmminderungsplanung nach § 47a des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (auch Lärmaktionsplan genannt) vorzugehen.

Bei Lärmpegeln über 70 dB(A) tags und 60 dB(A) nachts liegen sehr hohe Lärmbelastungen vor. Diese Werte werden im Rahmen rechtlicher Zulassungsverfahren nach dem 16. Bundes-Immissionsschutzgesetzes als gesundheitsgefährdende Schwellenwerte zu Grunde gelegt.

Zur besseren Einordnung der Lärmpegel stellt die nachfolgende Grafik eine Übersicht der bei Alltagsgeräuschen am Ohr des Betroffenen auftretenden Schallpegel dar. Es ist an dieser Stelle allerdings darauf hinzuweisen, dass der ermittelte Schallpegel bei Verkehrslärm ein über den entsprechenden Zeitraum gemittelten Wert darstellt (siehe auch Erläuterungen zum Thema Lärmberechnung).

Übliche Schallpegel bei Alltagsgeräuschen

Quelle: Städtebauliche Lärmfibel - Herausgeber Verkehrsministerium Baden-Württemberg

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