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Wie wird die Verkehrsbelastung im Bestand ermittelt?

Für die Analyse eines Verkehrszustands im Zusammenhang mit geplanten Straßenbaumaßnahmen ist normalerweise die Ermittlung von Tagesbelastungen 

  • durchschnittlich tägliche Verkehrsbelastungen (DTV) oder
  • durchschnittlich werktägliche Verkehrsbelastung (DTVw)

erforderlich.

Die Ermittlung der Verkehrsbelastungen in den verschiedenen Streckenabschnitten erfolgt in der Regel über manuelle Verkehrszählungen an Werktagen über einen gewissen Zeitraum. Die Erhebungen stellen Stichproben dar.


Zur Hochrechnung von Stichproben auf diese Standardwerte (DTV oder DTVw) liegen Tagesganglinien oder standardisierte Berechnungsverfahren vor. Die Ergebnisse der Verkehrserhebungen 2010 repräsentieren die Verkehrssituation an einem Normalwerktag. Dazu wurde über einen Zeitraum von 14 Stunden manuell die Verkehrsbelastung an 28 Kreuzungen und Einmündungen sowie an sieben Straßenquerschnitten ermittelt (siehe nachfolgende Grafik).

Darüber hinaus wurden an 13 Stellen im Untersuchungsgebiet Verkehrsbefragungen durchgeführt, um analysieren zu können, welche Verkehrsrelationen im Untersuchungsgebiet vorkommen. Dieses Wissen ist insbesondere für die Erstellung des Verkehrsmodells wichtig.

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Die manuellen Zählungen wurden über vorhandene Tagesverkehrszählungen sowie auf der Grundlage von Tagesganglinien vergleichbarer Räume mit einem Faktor auf die 24-Stunden-Tagesverkehrsmenge hochgerechnet.


Dabei ist anzumerken, dass die Ergebnisse der Verkehrszählungen bzw. die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung generell die Verkehrssituation an einem Normalwerktag (DTVw) wiedergeben. Gegenüber dem Jahresmittelwert unter Berücksichtigung aller Tage (DTV) stellt der Normalwerktag eine etwas höhere Gesamtverkehrsbelastung insbesondere im Schwerverkehrsanteil dar.

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