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Was ist ein Verkehrsmodell?

Ein wichtiges Hilfsmittel, um die Auswirkungen verkehrlicher Maßnahmen abzuschätzen, ist das digitale Verkehrsmodell. Dabei werden nicht nur die Menge der Fahrzeuge auf den Straßen abgebildet, sondern auch die Routen und Wege die sie nehmen.

Fragen wie: "Was passiert, wenn ich Straße XY sperre, welche Straßen werden dann mehr befahren?" oder: "Welche Effekte auf andere Straßen hat der Neubau einer Straße?" lassen sich so anhand des Modells beantworten.

Mit Hilfe eines Routensuchmodells erfolgt der Aufbau der Wege zwischen allen Herkünften und Zielen, auf die dann Fahrtbeziehungen umgelegt werden. Unter Vorgabe der Parameter Streckengeschwindigkeiten, Kapazität, spezifische Widerstände für Abbiegebeziehungen an Einmündungen und Kreuzungen, Lichtsignalanlagen etc. werden hierbei je Quell-Ziel-Beziehung sogenannte "effiziente Routen" ermittelt.

In einem ersten Schritt erfolgt der Aufbau des Verkehrsmodells für den Istzustand. Dazu dienen die durchgeführten Verkehrszählungen und Verkehrsbefragungen. Die Berechnungen erfolgen zur Eichung des Netzmodells. In Abhängigkeit von vorgegebenen Streckenleistungsfähigkeiten wird die Routensuche und Umlegung so lange wiederholt, bis sich im betrachteten Verkehrsnetz ein Gleichgewichtszustand eingestellt hat. Die Eichung des Simulationsmodells hat als Zielvorgabe, dass die Abweichungen zu den Analysebelastungen möglichst gering sind.

Mit dem geeichten Verkehrsmodell können anschließend verschiedene Netzzustände untersucht und bewertet werden. 

Verkehrsmodell für den Analysezustand 2010 im Bereich Ochsenhausen

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